Südstern? Eher Süd-Stöhnen! – SVW erkämpft Punkt im Pfingst-Poker
Kreisliga
Nachholspieltag
SG Südstern Senzig 1:1 (0:0) SV Waßmannsdorf 1956 e.V.
Zuschauer: 80
Pfingstmontag. 30 Grad. Kreisliga-Körper am Limit. Und mittendrin unsere schwarz-gelben Schlachtenbummler des SV Waßmannsdorf, die nach dem nervenaufreibenden 2:1-Kraftakt am Donnerstag gegen Blau-Weiß Schenkendorf direkt zum nächsten Nachholspiel nach Senzig pilgerten, während der Rest der Liga vermutlich am See den ersten Sonnenbrand einfuhr.
Ziel klar: Platz 2 verteidigen, Aufstieg forcieren und dem „Südstern“ zeigen, dass am Fußballhimmel weiterhin Schwarz-Gelb leuchtet.
Doch was auf dem Papier nach „Tabellenzweiter gegen Tabellenletzter“ klang, entwickelte sich eher zu einer Mischung aus Wüstenwanderung, Wasserball ohne Wasser und Kreisliga-Krimi.
Schon früh wechselte Coach Andreas Hellblau und baute um: In der 15. Minute kam Nico Röseler für Phil Panser. Die Hitze hing über dem Platz wie eine fettige Stadionbratwurst überm Grill. Kombinationsspiel? Verdampft. Präzision? Verschollen irgendwo zwischen Königs Wusterhausen und dem Senziger Sternenstaub.
Unsere Jungs wirkten ungewohnt fahrig. Pässe versprangen wie nasse Seifenstücke, Zweikämpfe wurden geführt wie beim Rentner-Yoga und offensiv blieb vieles Stückwerk. Dass es torlos in die Pause ging, war aus SVW-Sicht ungefähr so schmeichelhaft wie ein Frisurkompliment nach drei Tagen Festival.
Senzig – oder wie andere sagten: „SG Südschwitz Senzibel“ – kämpfte leidenschaftlich um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Die Gastgeber wollten zeigen, dass sie nicht nur Sterne im Namen tragen, sondern auch noch Puls in den Fußballschuhen haben. Und das taten sie.
In Minute 64 dann die Hoffnung aus der schwarz-gelben Wunderwaffenkammer: Steven „Puhli“ Puhlmann betrat für Aleksandr Tsoukarev den Rasen. Gemeinsam mit Turgay-Dennis Schwerin für Dennis Schazschneider sollte er dem Spiel endlich Leben einhauchen. Und plötzlich war sie da – diese Waßmannsdorfer Wucht!
Als die Uhr in der 81. Minute erbarmungslos Richtung Feierabend tickte, zündete unser Goalgetter den Turbo: Puhli marschiert mit Tempo in den Strafraum, zieht ab wie ein Presslufthammer auf Klassenfahrt und hämmert das Ding mit Schmackes in die Maschen. 0:1! Schwarz-Gelbe Ekstase! Die mitgereisten SVW-Seelen jubelten, als hätte man gerade den Champions-League-Pokal in Senzig abgestellt.
Doch der Südstern fiel nicht. Nach einer Ecke köpfte Senzig in der 85. Minute wuchtig zum 1:1 ein. Ein bitterer Nackenschlag kurz vor Schluss. Unsere Elf stemmte sich nochmal dagegen, doch ein weiterer Treffer wollte nicht mehr gelingen.
Am Ende bleibt ein Punkt. Einer, der sich nicht wie Champagner anfühlt, aber auch nicht wie schales Kabinenwasser. Denn: Platz 2 bleibt schwarz-gelb! Mit jetzt 42 Punkten hält unsere Erste die Konkurrenz aus Jüterbog weiter auf kurzen 2 Punkte Abstand. Preußen III lauert ebenfalls (39 Punkte), Wildau II und Zellendorf wittern Morgenluft (je 38 Punkte)– doch unsere Männer haben weiterhin alles selbst in der Hand.
Und mal ehrlich: 70 Tore, 13 Siege, nur sechs Niederlagen und 13 Punkte aus den letzten fünf Spielen – das ist keine Zufallssaison mehr. Das ist Aufstiegshunger in schwarz-gelb! Allerdings bleibt die Konkurrenz mehr als wach und extrem dicht dran. Nochmalig stolpern ist absolut verboten.
Jetzt wartet bereits das nächste Kapitel im Kreisliga-Wahnsinn: Am Sonntag geht’s erneut gegen Blau-Weiß Schenkendorf – diesmal auswärts. Das Nachholspiel gewann unsere Erste bereits knapp mit 2:1. Doch Schenkendorf dürfte gegen unsere Offensive aktuell ungefähr so entspannt sein wie ein Torwart beim Elfmeter ohne Handschuhe.
Also weiterkämpfen, weiterglauben, weiter schwarz-gelb atmen.
Denn der Aufstieg ist kein Traum mehr – er trägt längst Waßmannsdorfer Fußballschuhe.
Sonntag 31.05.2026 um 15 Uhr in Schenkendorf geht es um die Verteidigung von Platz 2.
Kommt vorbei und feuert an!
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Kreisliga SG Südstern Senzig 1:1 SV Waßmannsdorf 25.05.2026 (MO, 25. Mai 2026)
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